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Joefri aus Paris, Viewgraph schrieb am 30.Oktober 2001 um 20:28 Uhr

Nur ein
Quickie: im letzten Segment haben wir 18 geholt, und liegen jetzt mit 20
vorne. Um 21 Uhr geht es im Viewgraph ins 4. Segment. Christoph und ich
muessen gleich noch losen, wer scored und wer es live geniessen
(hoffentlich!!) darf. Danach werden wir wohl alle ohne Schlummertrunk
direkt ins Bett fallen, der Tag war anstrengend, und langsam geht es an
die mentalen Reserven. Kann man daran erkennen, dass jedwede Diskussion in
gereizterer Stimmung ablaeuft als noch in der letzten Woche.
Wenn ich
nachher noch Zeit und Lust habe, werde ich auch noch etwas zu der von
Christian in der doubl aufgeworfenen Aufstellungsfrage schreiben, habe
naemlich dazu doch eine etwas andere Meinung.
Also vielleicht bis
nachher, und in der Zwischenzeit wisst ihr ja, was ihr mit euren Daumen
tun muesst.
Herzliche Gruesse,
Euer Joefri

Joefri aus wo bin ich ? wie heiss ich ? welcher Tag ist heute ? schrieb am 31.Oktober 2001 um 00:30 Uhr

Die
Horror-Show im Viewgraph ist soeben zu Ende gegangen. Es war ein Hauen und
Stechen, das die Oestereicherinnen mit 48-47 fuer sich entscheiden konnten
(wir fuehren also immer noch mit 19). Aber fuer beide Seiten ware mehr
drin gewesen.
Die ersten 4 Boards waren noch Teilkontraktgeplaenkel
mit ein paar IMPs hin und her. Aber dann ging es richtig los:
Man

Zusätzliche visuelle Darstellung der im historischen Originaltext genannten Karten.

Schlemmchance in Coeur

Hand

♠
AKB
♥
DB108754
♦
KDB
♣
–

haelt AKB, DB108754, KDB, -.
In beiden Raeumen eroeffnet man das mit
einem Precision-Treff. die Oesterreicherin erfaehrt, dass die Partnerin 5
Kontrollen hat und schliesst nach 2 weiteren Bietrunden mit 4 Coeur ab.
Sabin erfaehrt, dass Dany eine balnaced Hand mit etwas Interesse hat, und
verabschiedet sich leider auch mit 4 Coeur. Erste Chance fuer beide
vertan.
Dann der erste zweistellige Swing fuer uns: Dany und Sabine
ziehen gegen 4 Pik die ersten 3 Coeur-Stiche ab. Maria Erhardt muss nun
die Pik-Dame finden, schneidet gegen die Gegnerin die nach der Markeirung
nur ein 3er Coeur hielt, und faellt einmal. Im anderen Raum kommt (trotz
aufschlussreicher Reizung) kein Coeur heraus, so dass bequem gleich alle
13 Stiche gemacht werden.
Im naechsten Board lassen Pony und Andrea
den Gegner nach sehr merkwuerdiger Reizung 4 Coeur spielen und sind guter
Hoffnung, dies schlagen zu koennen (sind aber leider kalt). Im anderen
Raum wird mit 5 Karo verteidigt, die maximal zweimal fallen, aber nur wenn
man im zweiten Board den richtigen (aber unwahrscheinlicheren) Switch
findet, was nicht gelang.

Zusätzliche visuelle Darstellung der im historischen Originaltext genannten Karten und Reizung.

Entscheidung nach gegnerischer Sperre

Eigene Hand

♠
AB93
♥
A
♦
K72
♣
Q10754

Partner

♠
K10
♥
1054
♦
AB104
♣
A983

Reizung

PartnerRechtsEigene HandLinks
1 Karo2 CoeurKontra4 Coeur
Pass–5 Treff–
6 Treff–––

Im naechsten Board haelt man AB93, A, K72,
Q10754. Der Partner eroeffnet in rot gegen weiss 1 karo (was haeufig einen
schwachen Ohne zeigt), rechts 2 Coeur, man selber kontra, links 4 Coeur
und pass vom partner. Die oesterreicherin reizte jetzt halsbrecherisch
(oder auch verrueckt ?) 5 Treff, die der Partner mit K10, 1054, AB104,
A983 auf 6 hob. Treff 2-2, Karo-Dame beim 4 Coeur-Reizer, kein problem im
Abspiel. Am anderen Tisch wurde, nachdem der Gegner geschickt seinen
Coeur-Fit verschleierte, 5 Treff erreicht. Da man in 3 SA nach
Coeur-Angriff sowohl Pik- als auch Karo-Dame finden muss, hatten wir
eigentlich kurze Zeit auf ein paar IMPs gehofft, wurden aber 13 fuer den
Gegner.

Zusätzliche visuelle Darstellung der im historischen Originaltext genannten Karten und Reizung.

Marias 3-Karo-Einmischung

Maria (Nord)

♠
9
♥
72
♦
AB87632
♣
753

Partnerin

♠
A10876
♥
AK94
♦
D54
♣
8

Reizung

GegnerMariaGegnerPartnerin
1 PikPass2 Coeur–
–3 Karo–5 Karo

Hinweise

2 Coeur
einladend mit Pik-Fit

Im naechsten Board reizt oesterreich unschlagbare 5 Karo, als
Maria sich auf Nord mit 9, 72, AB87632, 753 unerschrocken mit 3 Karo nach
1 Pik - pass - 2 Coeur (einladend mit Pik-Fit)mit 3 Karo einmischt.
Partnerin haelt A10876, AK94, D54, 8 und 5 Karo (natuerlich mit kontra)
werden problemlos erfuellt. Am anderen Tisch war man mit diesen Haenden
gar nicht in der Reizung (was ich gut verstehe).
Dafuer spielten die
Oesterreicherinnen im naechsten Board aus unerfindelichen Gruenden 7
Coeur, wo weit und breit kein 13. Stich zu sehen war, Pony und Andrea
drangen nur bis 6 Coeur fuer 15 IMPs fuer uns vor.
Im naechsten Board
kann man auf NS 4 Pik spielen oder 6 Karo (die aber nicht zu reizen und
auch kein guter Schlemm sind), Oesterreich versuchte sich aber stattdessen
in 3 SA. Waere das 5er Treff (wobei Sabine von ihrem KB10x sehr schoen den
Koenig ausspielte) beim Pik-As gewesen, waere man jetzt in 3 SA gefallen,
so gab es nur 4 Stiche und die IMPs fuer die Ueberstiche in 4 Pik.
Wir
liessen dann noch eine ungefaehrliche 3 SA Parie aus (in der man zwar bei
Ansicht beider Haende sein moechte, die aber in Danys und Sabines Szstem
nicht sinnvoll reizbar ist), so dass wir drohten das Set mit 12 IMPs zu
verlieren.
Im vorletzten Board hat Oesterreich dann aber in rot gegen
weiss noch mal sehr schoen gebalanced (erst angepasst, links kommt ein
10-12 SA, der wieder zu einem durchgepasst wird und man zeigt jetzt mit

Zusätzliche visuelle Darstellung der im historischen Originaltext genannten Karten.

Balance nach 1 SA

Balancing-Hand

♠
B109xx
♥
KD10x
♦
xx
♣
xx

B109xx, KD10x, xx, xx beide Oberfarben). Ich kenne Spieler, die damit auch
im Paarturnier nicht kaemen, jedenfalls kostete der Spass 500 und brachte
uns nochmal 11 IMPs.
Gut, dass die Runde rum ist und alle ins Bett
konnten, die Anstrengung des heutigen Tages war allen ins Gesicht
geschrieben. Morgen geht es ausgeruht wieder ans Werk, und es koennte
durchaus bis zum Ende des Halbfinales eine Zitterpartie bleiben.

Joefri aus wie eben, ging nicht alles in einen Eintrag schrieb am 31.Oktober 2001 um 00:32 Uhr

Tja, und
dann hatte ich ja noch angedroht, mich zu der von Christian in der doubl
andiskutierten Aufstellungsfrage zu aeussern. Ich habe in der ersten Woche
am Anfang die Spielerinnen reihum wechseln lassen, mit ein bisschen
Beachtung des Gegners. Leider waren Babsi und Katrin in 3
aufeinanderfolgenden Runde sehr schlecht, so dass sie danach erstaml
vorlaeufig vom Platz gestellt wurden. Sie haben dann zum Abschluss des
Round-Robins 2 schoene Runden gegen Japan und Oesterreich gespielt, und
damit nicht unerheblich zu unserem Einzug ins Viertelfinale beigetragen.
Leider waehlte uns dann mit USA 1 das staerkste teilnehmende team als
Viertelfinalgegner aus, und wir haben nicht unbedingt damit gerechnet,
gegen dieses Team gewinnen zu koennen. Um die besten Chancen zu haben,
liess aber Christoph die 4 Spielerinnen spielen, die bislang das bessere
Bridge gezeigt hatten (wobei Dany und Sabine hier eh nicht zur Debatte
stehen). Und wir haben den Kampf gewonnen, also was kann daran falsch
gewesen sein ?
Unabhaengig von diesen Kriterien: Wir sind hier nicht
auf einer Bridgereise, wo jeder fuer sein Geld moeglichst viel spielen
will, sondern auf einer Weltmeisterschaft. Und es geht in erster Linie mal
darum, zu versuchern, einen guten Platz zu erreichen, nicht darum, dass
alle gleich viel spielen. Dafuer muss man auch in Kauf nehmen, dass im
Falle eines Titelgewinnes dieser Titel nicht allen Spielerinnen verliehen
wird (da man dafuer eine bestimmte Anzahl Boards in den KO-Kaempfen
gespielt haben muss).
Zum anderen ziehe ich jetzt mal eine Parallele
zum Fussball: zu einem Laenderspiel wird man eingeladen, und stellt sich
nicht selber auf (auch wenn ein gewisser Mario Basler dies ueber eine
bestimmte Zeitung ja schon mehrmals fuer sich versucht hat). Und von den
mitgereisten 22 Spielern stehen dann die 11 auf dem Platz, die der Trainer
nach seinen Beobachtungen fuer am geeignetsten haelt, das Spiel zu
gewinnen. Und wenn einer von denen sich verletzt oder aus anderen Gruenden
nicht weiterspielen kann, wird halt einer von den anderen, offensichtlich
nicht so guten, eingewechselt. Und das geht meist ohne grosses Murren ab,
es gibt genuegend Spieler, die es als eine Ehre betrachten, mitgenommen zu
werden.
Ich werde an dieser Stelle sicherlich nicht in Details der
Spielstaerke der einzelnen Spielerinnen unserer Mannschaft gehen.
Vielleicht haette ich sogar in dem einen oder anderen Segment anders
aufgestellt, als Christoph das haette. Aber das tut nichts zur Sache, er
ist der Kpitaen und damit letztendlich fuer seine Aufstellung alleine
verantwortlich. Und wenn ich nochmal die Parallele zum Fussball ziehe, da
gibt es vor jedem Laenderspiel mehr als eine Millionen
Moechte-Gern-Couch-Trainer, die jedem erzaehlen, wen Voeller auf den Platz
schicken soll und warum. Gut, dass er nicht gezwungen ist, das mit all
diesen menschen auch noch zu diskutiern. Punkt.
Und gute Nacht,
ich bin jetzt auch gschafft.

Joefri aus im Krankenwagen zur nervenheilanstalt schrieb am 31.Oktober 2001 um 12:58 Uhr

Das
erste Set ist rum, und es ging 29-29 aus, so dass wir immer noch mit 19
fuehren. Und wieder natuerlich viele Chancen …
Einmal ist Andrea in
6 Karo einmal gefallen, als sie Treff-Dame nicht gefunden hat (double
hinter AK). Dafuer liessen im anderen Raum die Oestereicherinnen Dany und
Sabine 2 Coeur spielen fuer 8 Stiche, ohne ueberhaupt einmal in der
Reizung gewesen zu sein - no swing.
Dann gingen Dany und Sabine einmal
im Schlemm down, der im Prinzip ein Treff-As vor dem Koenig braucht (und
keine 2 Trumpfrunden vom gegner, bevor man Treff gespieelt hat). Sass
natuerlich dahinter, 10 IMPs dahin. Dafuer versuchte Maria im letzten
Board nochmal 6 SA, die gar keine Chance hatten, also alles wieder drin.
Viele Gruesse, ich gehe weiter zittern (wird bestimmt nur ein
einstelliges Endeergebins, aber fuer uns !!!)

Joefri aus yes ? schrieb am 31.Oktober 2001 um 15:14 Uhr

Noch 5
Boards zu spielen, und wir liegen mit 28 IMPs vorne … wenn nichts
verscored worden ist. In einer Hand haben wir naemlich 15 IMPs verdient,
als Oesterreich in 6 Karo einen down ging, und Pony und Andrea am anderen
Tisch 1100 eingesammelt haben … nur - eigentlich kann man gar nicht in 6
Karo downgehen. Wenn es wirklich ein Scorefehler waere, fuehren wir
naemlich nur noch mit 6 … aber das rgebnis steht schon sehr lange im
Viewgraph auf der Liste.
In den Bermuda-Matches fuehren Norwegen gegen
Italien und USA gegen Polen mit jeweils 20 IMPs. Dabei war Italien schon
fast 50 hinten, jetzt kommen sie aber noch mal.
In dem Match gab es
eben eine Wahnsinns-Hand.

Zusätzliche visuelle Darstellung der im historischen Originaltext genannten Karten und Reizung.

Lauria–Versace gegen 3 SA

Lauria

♠
xxx
♥
xxxx
♦
DB9xx
♣
x

Dummy

♠
KD10x
♥
DB
♦
xx
♣
K109xx

Alleinspieler

♠
Bxx
♥
Axx
♦
K8x
♣
ADBx

Reizung

LauriaGegnerVersaceGegner
Pass1 SA starkPass2 Treff Stayman
2 KaroPass2 SA3 Karo
Pass3 SA––

Lauria passt an, dahinter ein starker SA,
Versace passt, 2 Treff Stayman und mit xxx, xxxx, DB9xx, x schickt (der
sichtlich angefressene) Lauria 2 Karo ins geschaeft. Pass, 2 SA vom
Partner, 3 Karo Frage nach Stopper und 3 SA.
Der Partner spielt die
Karo-3 aus, und folgender Dummz legt sich runter:
KD10x, DB, xx,
K109xx.
Alleinspieler haelt
Bxx, Axx, K8x, ADBx.
Lauria legt
den Buben, und der Alleinspieler raet richtig, als es diesen duckt. Auf
den folgenden kleinen Karo bleibt er wieder klein, und Versace gewinnt mit
der 10. Der Abzug des Asses squeezt jetzt aber den Dummy: entweder wirft
man Pik oder Treff, das ist aber eigentlich der 9. Stich. Oder einen Coeur
von DB, dann kann sich der Gegner mit Nachspiel von Coeur-K den 5. Stich
freispielen, solange er Pik-As noch hat. Riesig gespielt von beiden Seiten
und eine Menge Apllaus im Viewgraph.
Ich gehe jetzt wieder raus, auf
die Maedels warten, und hoffentlich jubeln. In etwa 45 Minuten sollte auf
der WBF-Seite auch das Ergebnis stehen, und ihr duerft die Glueckwuensche
schicken, ich drucke die fuer das team aus.
Euer aufgeregter
Joefri

Joefri aus an der bar !!! schrieb am 31.Oktober 2001 um 15:45 Uhr

Jabba-Dabba-Doooh
Es hat gereicht, im
letzten Segment nochmal +13 oder so. Und der erwaehnte Schlemm war ein
Fingerfehler der Oesterreicherin, sie ist wirklich down gegangen. Zum
Glueck war unser Vorsprung groesser als dies Board, so dass wir uns den
Finaleinzug echt erspielt haben.
Wir sind alle super-gluecklich
und gehen jetzt saufen !!!!

Joefri aus noch nuechtern genug, um nachher beim Essen ein Glaesschen Wein zu vertragen schrieb am 31.Oktober 2001 um 17:26 Uhr

Eben
waren wir alle zusammen in der Bar, um ein kleines Getraenk auf unseren
Erfolg zu nehmen. Auf dem Grossbildschirm lief derweil eine Uebertragung
vom Bodenturnen der Herren. Gerade war ein Franzose dran, der sich nach
einem Flic-Flac-Salto nicht mehr auf den Beinen halten konnte und sich
nicht besonders elegant auf den Hintern setzte. Trotzdem bekam er noch den
dritten Platz fuer seine Darbietung. Darauf meinte Pony ganz trocken>
“das ist halt der Unterschied, er wird dritter, und wenn wir die naechsten
beiden Tage nichts anderes tun, als auf unseren Hintern zu sitzen, werden
wir mindestens Zweiter”
Das wars dann aber wirklich fuer heute. Morgen beginnen die
Spiele erst um 13:20, so dass wir alle etwas Zeit zum Regenerieren haben.
Wie es aber nach Erfolgen so ist, ist die Stimmung jetzt locker und
geloest. Die Franzoesinnen, die schon gestern abend uneinholbar gegen USA
2 gefuehrt haben, sind zwar vielleicht ausgeruhter als wir (in den 16
Boards heute haben sie nur noch rot zu rot und schwarz zu schwarz gelegt,
und das in affenartiger Geschwindigkeit), aber ich denke, es ist ein
Vorteil fuer uns, dass wir nur mit viel Anspannung ins Finale gekommen
sind. Aber warten wir es einfach in Ruhe ab ….
Bis morgen,
der zufriedene Coach Joefri

Joefri aus ausgeruht und relaxed schrieb am 1.November 2001 um 13:45 Uhr

Guten
Morgen,
das Finale hat vor 10 Minuten begonnen, ich werde mich
also gleich in den Viewgraph begeben, und wieder versuchen, vor Ende der
Runde einen Zwischenstand zu veroeffentlichen.
Als Vorgeschmack auf
das naechste oder uebernaechste Bulletin das Team-Profile unseres Teams
(das strengste Zensuren fast unbeschadet ueberstanden hat).
Team Profile German Ladies
Sabine Auken,
mother of 2 children, wife and until a few months ago working in the
marketing of an ethical investment fund. Since some years she is living in
Copenhagen, Danmark. The list of her bridge-successes with Daniela von
Arnim in the last 17 years would exceed the pages of this bulletin. She
also is the team’s ‘Dragon’. But in this Championship only once she
smashed her system-map (which is thick enough) on the floor shouting ‘will
you ever start concentrating’.
Daniela von Arnim
lives in Heidelberg and is working as senior systems analyst for a small
consultancy. At time she is pregnant, with the baby to be born in April
2002. As her husband, Klaus Reps, is also one of Germany’s top players,
you all will have to watch out for the small von Arnim in a few years.
Pony Nehmert, our ‘Oldie, but Goldie’ from
Wiesbaden, is a bridge-teacher. Her friend Michael Yuen from Canada was
our Chief Scorer in the Round Robin, and not only there he did a fine job.
Now for some more details of her private life … well, here censor
stopped me. So ask the coach in private if you like to know.
Andrea Rauscheid also lives in Heidelberg. Half
days she works as medical lab assistant, half days she teaches bridge and
whole nights you can meet her dicing in Heidelberg’s pubs. And since
Wednesday evening she became a World Grandmaster. She won her first title
in 1995 in Bejing, but that was like presenting a Ferrari to a new born
baby. She had to wait till now to have collected enough Placement Points
to be allowed to ‘drive’ it.
Katrin Farwig is a
pharmacist and a certified tournament director living in Wiesbaden. As the
rest of the team members, she is young, pretty and happily married (this
of course only applies to the female members, the male ones only claim the
last attribute). We are not yet sure, whether she will be aiming for the
Nobel Price in pharmacy in future or continue her bridge carreer.
Barbara Hackett is a senior systems analyst and
since September a member of the Hackett Family. Together with her husband
Justin she is living in Manchester, England. And she is the only member of
the team, who must admit that her husband is a better bridge-player than
her (although all the other husbands and friends sometimes make the
unsuccessful try to claim it for themselves).
Christoph
Kemmer captains the German Ladies since Maastricht last year. He
lives with his wife and 2 children in Stuttgart and is working as a
teacher (school, not bridge). Not everybody in the team was always happy
with his line-up, but especially in this championship success proofed him
to be right so far. He has had one international appearance as a player
and, like the coach, always competed to qualify for the Open Team since
then.
Joerg Fritsche is the coach of the team. He
is the executive manager for IT-Security at an insurance company in
Wiesbaden, you can consult him for safety-plays free of charge. He is
married with a non-bridger, but his 10 year old daughter has started to
play last year. There are still no predictions possible, whether she will
be a future rising star of the German Ladies.

Joefri aus Viewgraph schrieb am 1.November 2001 um 14:38 Uhr

Leute,
Leute, ihr muesst euch beim Daumendruecken etwas mehr anstrengen …
Wir sind wegen des Carry-Overs mit -5.5 in das Match gestartet. Ich
hatte den Auftrag gegeben, das in den ersten 4 Boards wieder reinzuholen.
In Board 1 ging dieser Plan auch direkt auf, als Pony und Andrea in
(besseren) 3 SA = 10 IMPs scorten gegen 4 Coeur - 1 im anderen Raum.
Im 2. Board gingen die 10 leider direkt wieder raus, als gegen Dany
und Sabine 3 SA erfuellt wurden, die eigentlich keine echte Chance haben,
im anderen Raum ging Pony auch down.
Im 3. Board muss man sich in

Zusätzliche visuelle Darstellung der im historischen Originaltext genannten Karten und Reizung.

Entscheidung über Partners 2-Pik-Eröffnung

Sabine

♠
Ax
♥
Ax
♦
DBxx
♣
ADxxx

Dany

♠
DB9xxx
♥
DB1087x
♦
–
♣
x

Reizung

DanySabine
2 PikPass

Hinweise

2 Pik
schwach, 5–5 in Oberfarben oder Unterfarben

weiss mit Ax, Ax, DBxx, ADxxx entscheiden, was man auf Partners 2 Pik
Eroeffnung (schwach, 5-5 in Oberfarben oder Unterfarben) reizt. Sabine
entschied sich, gerade bei dieser Gefahrenlage nicht unvernuenftig, fuer
passe. Leider hielt Dany gleich DB9xxx, DB1087x, -, x, so dass die im
anderen Raum gereizte Partie problemlos erfuellt wurde, weiter 6 weg.
Das naechste Board kostete gleich 12, als Pony und Andrea sich in 5
Coeur fuer einen Faller versuchten, am anderen Tisch 4 Coeur erfuellt
wurden (vermutlich im 5-5 Fit nach einer gegnerischen 4-Pik-Verteidigung
noch angesagt, diese zu kontrieren haette 500 gebracht und nur 3 IMPs
gekostet).
In Board 5 war es dann mal umgekehrt> Deutschland
versuchte 4 Pik und ging down, die Franzoesinnen blieben in 3 und machten
5, weitere 7 IMPs weg. Im wesentlichen muss man in 4 Pik Treff-Dame
finden, die man leider in beide Richtungen schneiden kann.
Board 6
brachte dann endlich mal wieder 5 IMPs fuer uns, als wir 3 Karo spielten
und erfuellten, statt in 3 SA down zu gehen wie im anderen Raum. Etwas
gluecklich, da der 3 SA-Kontrakt aller Ehren wert war. Aber wir wollen ja
auch nicht zu weit in Rueckstand geraten.
Also, alle aufwachen und
positive Wellen senden …

Joefri aus nicht gerade begeistert schrieb am 1.November 2001 um 15:13 Uhr

eieiei,
immer noch 30 hinten.
In Board 7 kamen zunaechst auf abenteuerliche
Weise 7 IMPs rein. Dany und Sabine versuchten deutlich uebertriebene 6
Treff, die zweimal fuer 200 fielen. Dafuer spielten die Franzoesinnen im
anderen Raum 4 Pik im kontra. Sie hatten da zwar einen schoenen 6-1 Fit,
aber Pony hat mit AKDBx in Pik mutig einen mitgegeben, und Andrea brachte
noch die blanke Pik-10 mit, 500 fuer die guten.
Im naechsten Board
wieder 2 IMPs weg, als Sabine in 3 SA zweimal faellt, die Franzoesin in 2
SA nur einmal. Dabei war 3 SA der richtigere Kontrakt: wenn im 5-4 Fit die
Karo-Dame faellt, hat mn naemlich 10 Stiche, wenn sie nicht faellt nur 7
und dann spielt man besser 3 Karo als 2 SA.
Im naechsten dann gleich
10 weg, als Dany und Sabine 2 Coeur + 1 spielen, im anderen Raum die
Franzoesinnen 4 Coeur erfuellen duerfen. Da man eigentlich 2
Trumpf-Stiche, einen Pik und einen Treff-Stich hat … naja, Fehler
passieren halt.
Sieht aus wie eine typische nicht ganz ausgeschlafene
Morgenrunde, dabei ist es schon nachmittag und alle sahen vor der Runde
sehr fit aus. Andererseits, es kommen noch 86 weitere Boards, also kein
Grund, sich zuviele Sorgen zu machen.

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